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Seite gesendet: So. 25.10.2026 15:34
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Leher Fußballturnier 2007
Vier, zwei, eins, meins - „Team Schwagomat.de" in Lehe wieder ohne Mühe
Direkt aus dem verdienten Urlaub berichtet diesmal wieder unser Pressewart Holger:
Lehe. (wilk) Turniersieg, Torschützenkrone, Verzehrpokal und Modewettbewerb: Es gab in diesem Jahr beim traditionellen
Freitagsfußballturnier kaum eine Konkurrenz, die nicht von dem „Team Schwagomat.de“ dominiert wurde. Oder, um es auf
den Punkt zu bringen: Nur die Würde des Ossenkönigs haben die Jungs von „Hobby zuerst“ den Leher Einheimischen gelassen.
Die Witterung spielte den bei der vierten Teilnahme erstmals von Krombacher gesponsorten „All Blacks“ in die Karten: Bei
dem Fritze sein Wetter blühten die Schwagmänner richtiggehend auf, während die Gegner dem zum Teil strömenden Regen ihren
Tribut zollen mussten.
One-Touch-Football, Pitsch-Patsch, Hackespitzeeinszweidrei – „Schwagomat.de“ hatte sich gleich eine ganze Palette an taktischen
Varianten zurecht gelegt. Immerhin war Wiedergutmachung angesagt nach dem skandalös verschaukelten Turnier des Vorjahres.
Und die Zuversicht war in allen Forum-Beiträgen im Vorfeld förmlich zu spüren, zumal ein Satz hübscher Einheitsbekleidung seine
Premiere feiern sollte. Die neuen Teamjerseys waren aber noch nicht einmal aus dem Karton gezogen, da teilte unser Kapitän die
schlechte Nachricht mit: Sturmtank Hubi fehlt! Der Torgarant weilte zu Hause bei seinem erkrankten Sohn und konnte nur aus der
Ferne für Beistand moralischer Art sorgen. Was tun? Wer ist fortan der Buden-Verantwortliche? Teamchef Willi noch nicht am Platz,
Christian beim Gegnerstudium und Nizu und ich mit zeugwarttechnischen Angelegenheiten beschäftigt, brachte unser Sozialwart
gekonnt wieder System in unsere Aktionen. Schnell die erste Kiste Krombacher (!) geholt, war beim ersten Pils die Aufstellung ein
Klacks. Bobbert im Kasten, die Langen nach hinten, Nizu und Christian fürs Kreative und vorne halten sich anspielbereit: Volli und
Rainer. Das müsste für den gesamten Spiel- und Sportverein des Gastgebers reichen – zumal der Schiedsrichter von 2006 seine im
Lotto gewonnene Lizenz offenbar am Pokertisch verzockt hatte und nur noch zum Bier trinken an den Platz durfte.
Jedes Turnier braucht klare Regeln, und so erwiesen uns die Leher eine besondere Ehre: Als „Titelverteidiger der Herzen“ spielten
wir das Eröffnungsspiel gegen die Altherren-Fußballer des örtlichen SuS. Die Leher Jungs schienen uns noch vom letzten Jahr zu
kennen und zogen sich weit in die eigene Hälfte zurück. Nach der Hälfte der Zeit war es Rainer, der die dichtgestaffelte Abwehr
zum ersten Mal überwinden konnte; sein Schuss aus der Distanz schlug unhaltbar im rechten unteren Eck ein. Und mit seinem Treffer
Nummer zwei sorgte unser Teamsenior schnell für eine Vorentscheidung. Nun, die Schwagomaten hatten Lust auf mehr und netzten noch
zwei Mal ein. Nizu und Volli trugen sich in die Torschützenliste ein. Zwölf Minuten auf dem Platz, vier Buden – eine
hundertprozentige Quote, würde ich sagen. Ganz stark Christian: Er holte nach dem Spiel unsere Bierkiste aus der Kabine an den
Platz.
Schon der erste Auftritt auf dem Geläuf ließ erahnen: Es sollte sich als ausgesprochenes Kunststück erweisen, „Hobby zuerst“ ein
Ei ins Nest zu legen. Die Altherren versuchten es mit dreieinhalb Fernschüssen vergebens, und auch im zweiten Spiel der ganz in
schwarz gekleideten, traditionell vom Autoscooter in Richtung Bäume spielenden Schwagomaten gegen die als Männerwohlfühlverein
firmierenden SuS-Endzwanziger hielt Bobbert seinen Kasten sauber. Viel zu tun gab es nicht, und es entwickelte sich ein Spiel
ohne große Torchancen. Die Schlussphase brach gerade an, als ich mit etwas Geschick und noch mehr Glück plötzlich alleine auf den
gegnerischen Keeper zulief und den Ball an jenem vorbeischieben konnte. 1:0 – der Bann war gebrochen. Volli mit einem Tor in den
Schlussekunden schraubte das Ergebnis auf 2:0 und machte die Absenz von Sturmtank Hubi in diesen Minuten kurzzeitig vergessen.
Turnierorganisator Jürgen hat ein feines Gespür bewiesen: Die beiden bislang ausnahmslos siegreichen Teams „Schwagomat.de“ und
SuS Lehe I standen sich im letzten Spiel gegenüber. Zuvor besiegten die Wohlfühl-Männer die Altherren-Kicker im Spiel um Platz
drei dank zweier Tore in der letzten Minute mit 2:1. Aber darum ging es nicht an diesem verregneten Juliabend an der B 70.
Die Frage war: Würden die Schwagomaten die als „Schmach vom Stoppelacker“ in die Annalen des Leher Fußballsports eingegangene
Turnierverschiebung des Vorjahres korrigieren können? Nun, die Antwort lautet: Ja. Heißspornig, aber ideenlos – so präsentierte
sich die Formation, die den ehemals ruhmreichen SuS auch in der nächsten Saison in der 2. emsländischen Fußball-Kreisklasse
repräsentieren soll. Ganz anders die Schwatten: Was lief der Ball schön in den eigenen Reihen, nach allen Regeln des Fußball-ABC
wurde der Nebenmann gesucht und gefunden. Und dann machte es – folgerichtig – bumm: Nizu ließ mit einem maradonnagleichen Ausheber
gleich zwei Jungspunte ins Leere laufen, legte uneigennützig auf den besser postierten Rainer ab – und der hatte ja nun schon
gezeigt, dass er weiß, wo das Tor steht. 1:0, wir hatten eine Hand am Pott. Wütende Angriffe des aktuellen SuS-Bestbesetzung
folgten, die entweder von dem erneut wieselflinken Christian abgefangen wurden oder aber an der schwarzen Wand um Hermann_W und
meine Wenigkeit abprallten. Und wenn dann doch mal eine Standardsituation etwas Gefahrt aufkommen ließ, war unser Fänger zur Stelle.
Und dann kam die letzte Minute und der unerwartete Geistesblitz des rechten SuS-Läufers. Die Situation war schon geklärt, als eine
Flanke ebendieses Lehers plötzlich doch noch seinen Abnehmer fand. Der Mann ließ sich völlig freistehend nicht zwei mal bitten und
überwand den Bobbert gekonnt. Der Ball zappelte noch nicht im Netz, da hob einer der sonst so sattelfesten Hobby-Zuerst-Hintermänner
entschuldigend die Hand. „Jungs, sorry, da hab ich spekuliert“, hallte es von rechter Hand. Aber alles blieb ruhig, denn wozu gibt
es klare Turnierregeln? OK-Leiter Jürgen kürte uns kurzerhand zum Turniersieger, mit sieben Punkten und 7:1 Toren lagen wir weit vor
der SuS-Ersten (7 Punkte, 3:1 Tore). Und Budenkönig wurde unser Sozialwart Rainer!
Was folgte, war ein Triumphmarsch erster Güte: Schnittchen in der Kabine und Bier in der Dusche, direkt im Anschluss der erste
Sieger-Umtrunk und schließlich der Höhepunkt im Festzelt: die Pokalübergabe. Jürgen hat doch tatsächlich aus Metall eine Prophäe
gewerkelt, die es zumindest designtechnisch locker, und zwar ganz locker mit den größten Preisen der weltweiten Fußball-Familie
aufnehmen kann. Das Ding muss jetzt noch zwei Mal gewonnen werden, dann wandert der Kerl endgültig in unseren Pokalschrank.
Wenn zu dieser Siegermannschaft noch die derzeit im Ausland aktiven Hermann und Andre, der jobbedingt nicht anwesende Matze und der
kurzfristig verhinderte Hubi zu „Schwagomat.de“ dazustoßen, dürfte diese in den nächsten zehn Jahren nur schwer zu besiegen sein.
Hinten: Brötchenwart Maria, Fotowart Maike, Volli, Christian, Rainer, Teamchef Willi
Vorne: Hermann_W, Bobbert, Holger, Michael_N
Die Aufstellung:
Bobbert
Wirbel Holger Christian
Nizu Rainer
Volli
Und hier nun ganz exclusiv die Einzel-Kritiken des Schwagomat-Teams von unserem Sozialwart Rainer:
Nobbe:
Die Führungsqualitäten, die wir von Nobbe erwartet haben, hat er schon vor dem Spiel eindrucksvoll bewiesen. Er stellte klar, dass wir ohne fremde Hilfe auskommen und somit ohne Ergänzungsspieler antreten mussten. Im Kasten hatte er dafür im Laufe des Turniers kaum etwas zu tun. Seine Kondition wurde dadurch geschont, dass die Bälle , die über oder neben das Tor gingen, dieses Mal von den Zuschauern wiedergeholt wurden. Zwei bis drei Mal konnte er sich dann im Laufe des Turniers doch noch in Szene setzen und zeigte sich dabei gewohnt sicher. In einem Zweikampf hat unser Kapitän dann sogar noch seine Gesundheit riskiert, als er sein ganzes Körpergewicht (und das ist nicht wenig) hat einsetzen müssen, als er von einem Leher Jungspund im Fünfer angesprungen wurde und sich dabei an der Schulter verletzte. Beim einzigen Gegentreffer des Turniers war er absolut machtlos.
Christian:
Noch vor Turnierbeginn mischte sich Christian unter die Leher Spieler, als traue er dem Braten um das Schwagomat-Team nicht. Gleich im ersten Spiel konnte man dem Burschen anmerken, dass er nicht mehr raucht. Wie eine Lokomotive rannte er die Außenlinie rauf und runter. Von seiner Schnelligkeit und Ballgewandheit hat er nichts eingebüßt. Die Leher Stürmer hatten kaum eine Chance durchzukommen, da Christian entweder den Ball abgelaufen hatte bzw. durch kluges Tackling in Ballbesitz gekommen war.
Holger:
Holger hat sich von Beginn des Turniers an als absoluter Leistungsträger präsentiert. Gekonnt hat er fast jeden Zweikampf gewonnen und spielte anschließend den Mittelfeldakteuren geschickt den Ball zu. Durch seine hohe Einsatzfreude und einer ausgezeichneten Kondition hatte er sogar die Kraft, sich öfter ins Offensivspiel einzuschalten. Belohnt wurde dieser vorbildliche Einsatz mit einem schönen Tor im zweiten Spiel, als jeder schon vermutete, dass er sich den Ball zu lang vorgelegt hatte, holte er sich mit einer traumhaften Grätsche die Pille wieder und beförderte sie ins Tor des Gegners. Gegen die starke erste Mannschaft im letzten Spiel ist er quasi über sich hinausgewachsen und hat den jungen Kerls fast jeden Ball vom Fuß gefischt.
Wirbel:
Souverän, als hätte er jahrelang nichts anderes gemacht, präsentierte sich Wirbel im Turnier. Ein Abwehrbollwerk wie es im Buche steht. Den gegnerischen Stürmern hat er geschickt den Schneid abgekauft. Auch konditionell war auf den Abwehrrecken Verlass. So wie er den modernen Abwehrspieler interpretiert hat, war schon vom allerfeinsten. Auch in der dritten Halbzeit hat Wirbel dann noch mal richtig Gas gegeben.
Michael:
Ohne Zweifel war Michael der motivierteste Spieler im Team. Wer damit gerechnet hat, dass er auf dem glitschig-nassen Geläuf Probleme bekommt, lag komplett daneben. Im Mittelfeld war er jederzeit anspielbar und sich nicht zu schade, hinten auszuhelfen. Seine passgenaue Flanke auf Rainer eröfnete den Torreigen im ersten Spiel. Die beste Szene im Turnier muss man auch Nizu zuschreiben. Er hat im finalen Spiel mit einem erstklassigen Alleingang und einer exzellenten Flanke -wiederum auf Rainer- die Führung perfekt vorbereitet.
Volli:
Die Freude im Team war groß, als nach der Absage von Hubi nominell mindestens ein Stürmer dabei war. Vom Gegner aufgrund der fehlenden Schienbeinschoner unterschätzt, ging von Volli ständig eine Gefahr für des Gegners Tor aus. Aus den Mittelfeldreihen war Volli jederzeit anspielbar. Wenn dann doch keiner unserer Jungs mit nach vorne gekommen war, versenkte er die Pille einfach im Netz.
Rainer: (von Michale_N)
Rainer, der weltbester Sozialwart im Amateuerbereich und zugleich Torschüzenkönig im Schwagomat.de Team 2007.
Rainer sprühte vor Selbstvertrauen um aber nicht arrogant zu wirken. Zudem rief er endlich mal das in ihm versteckte Talent
vollständig ab, wie Spielwitz, Spielverständnis, Spielintelligenz und eiskalte Vollstrecker Qualitäten!!!!
Spieler des Turniers: Rainer
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